Zum Inhalt springen
PyleHoundMade in Germany
Produkt
FunktionenAlle Fähigkeiten von PyleHound im Überblick
AnwendungsfälleVertragsanalyse, Schriftsätze, Satzungen u. v. m.
WirtschaftsstrafrechtVerteidigung in UmfangsverfahrenCompliance & Interne UntersuchungenUntersuchungen und Compliance-Nachweise
EinsatzbereicheFür Kanzleien und Rechtsabteilungen
KanzleienBerufsrechtskonforme MandatsarbeitInhouse-TeamsKI für Rechtsabteilungen
RechtsdatenbankGesetze & Rechtsprechung durchsuchbar
KI-SchulungWorkshops für Kanzleien und Rechtsabteilungen
SicherheitÜber unsAktuellesSupportDemo buchen
Produkt
FunktionenDokumentenverständnisAgentische KIKI-KompetenzIn ArbeitEinsatzbereicheAnwendungsfälleSicherheitRechtsdatenbankNeuRoadmapNEU
Ressourcen
AnleitungenNeuKI-Begriffe GlossarHäufig gestellte Fragen (FAQ)KI-Compliance LeitfadenKI-Anbieter ChecklisteApp DownloadChangelog
Unternehmen
Über unsUnsere MissionKarriereKontaktAktuelles

Rechtliches

ImpressumDatenschutz
Kontakt
contact@pylehound.com+49 89 24416908Presse
PyleHound

KI-gestützte Lösungen für Anwälte und Kanzleien.

© 2026 PyleHound GmbH

Wir respektieren Ihre Privatsphäre

Wir nutzen technisch notwendige Cookies für den Betrieb der Website. Zudem können wir auf Basis unseres berechtigten Interesses anonymisierte Daten zur Reichweite und Nutzung unserer Website erheben. Mit Ihrer Einwilligung können wir darüber hinaus erweiterte Analysen durchführen und Statistik- und Marketing-Cookies setzen, um die Nutzererfahrung zu personalisieren und den Erfolg unserer Werbemaßnahmen zu messen, wobei Daten an Dritte übermittelt werden können. Ihre Auswahl können Sie jederzeit über das Cookie-Symbol unten rechts ändern.

Datenschutzerklärung
  1. Aktuelles
  2. /DAV-Stellungnahme: KI-Einsatz mit dem Anwaltsberuf vereinbar
  • Berufsrecht
  • Compliance & Regulierung

Inhalt

  • Die wichtigsten Inhalte im Überblick:
  • Technische Vertiefung: Klartext, Zertifizierung und Informationspflicht
DAV-Stellungnahme: KI-Einsatz mit dem Anwaltsberuf vereinbar

DAV-Stellungnahme: KI-Einsatz mit dem Anwaltsberuf vereinbar

Franka  BeckerVon Franka Becker·28. Juli 2025

Mit der aktuellen Stellungnahme Nr. 32/2025 hat der Deutsche Anwaltverein (DAV) ein starkes berufsrechtliches Signal gesendet: Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Anwaltskanzleien ist nicht nur möglich, sondern bei Beachtung technischer und vertraglicher Schutzmaßnahmen auch rechtlich unbedenklich.

Mit der aktuellen Stellungnahme Nr. 32/2025 hat der Deutsche Anwaltverein (DAV) ein starkes berufsrechtliches Signal gesendet: Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Anwaltskanzleien ist nicht nur möglich, sondern bei Beachtung technischer und vertraglicher Schutzmaßnahmen auch rechtlich unbedenklich. Die Stellungnahme beseitigt viele Unsicherheiten, mit denen Kanzleien bislang im Umgang mit KI und Cloud-Diensten konfrontiert waren.

Die juristische Arbeit verändert sich: Immer größere Datenmengen, steigende Erwartungen an Effizienz und Reaktionsgeschwindigkeit, Fachkräftemangel und zunehmende Komplexität prägen den Kanzleialltag. Künstliche Intelligenz bietet hier Lösungen - etwa bei der Recherche, Analyse, Prüfung und Erstellung von Texten.

Doch gerade Berufsgeheimnisträger:innen standen der Technologie skeptisch gegenüber: Was bedeutet der Einsatz von KI für die Verschwiegenheitspflicht? Wer haftet bei Fehlern? Und wie steht es um die datenschutzrechtliche Verantwortung?

Die Stellungnahme des DAV bringt nun Rechtssicherheit. Sie schafft einen klaren Orientierungsrahmen für alle Kanzleien, die technologisch aufrüsten wollen, ohne gegen Berufsrecht oder § 203 StGB zu verstoßen.

Die wichtigsten Inhalte im Überblick:

  • Automatisierte Verarbeitung ohne Klartexteinsicht stellt kein Offenbaren im Sinne des § 203 StGB dar.

  • Eine Verpflichtung nach § 203 StGB des KI- oder Cloud-Dienstleisters ist nur dann notwendig, wenn eine tatsächliche Offenlegung erfolgt (z. B. bei Klartextverarbeitung mit menschlicher Auswertung).

  • Der Gesetzgeber habe mit § 43e BRAO ausdrücklich den Einsatz externer technischer Dienstleister ermöglicht – auch im Bereich KI, sofern diese entsprechend vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet werden.

  • Die Nutzung von Anbietern wie Google oder Microsoft ist berufsrechtlich vertretbar, wenn:

    • die Datenübermittlung technisch und organisatorisch abgesichert ist,

    • eine vertragliche Verpflichtung zur Verschwiegenheit (z. B. in AVV/DPA) vorliegt,

    • keine Einsicht durch Personen erfolgt, sondern eine rein technische, temporäre Verarbeitung.

  • Eine Information des Mandanten über den KI-Einsatz ist nur dann notwendig, wenn die KI entscheidungsrelevante juristische Bewertungen abgibt oder wesentliche Mandatsinhalte mitgestaltet.

Die DAV-Stellungnahme betont: "Wer sorgfältig auswählt und dokumentiert, kann moderne Systeme rechtssicher nutzen."

Wie PyleHound diese Voraussetzungen erfüllt, können Sie hier nachlesen.

Die Stellungnahme ist ein Meilenstein für die digitale Transformation der Anwaltschaft. Sie zeigt: Technologische Innovation und Berufsrecht sind kein Widerspruch, im Gegenteil: Der Gesetzgeber und die Berufsträger:innen haben längst anerkannt, dass KI-Systeme künftig zur Standardausstattung moderner Kanzleien gehören werden.

Anstatt Innovation durch Unsicherheit zu blockieren, schafft der DAV mit dieser Stellungnahme Vertrauen, Klarheit und Zukunftsfähigkeit. Das ermöglicht Kanzleien, technologisch aufzuholen und ihren Mandant:innen weiterhin mit höchstem Anspruch an Qualität, Vertraulichkeit und Effizienz zu begegnen.

Zur vollständigen Stellungnahme des DAV Nr. 32/2025.

Technische Vertiefung: Klartext, Zertifizierung und Informationspflicht

Warum sieht das KI-Modell überhaupt Klartext? Technisch müssen eingegebene Daten kurzzeitig im Klartext verarbeitet werden, um die Anfrage überhaupt beantworten zu können – vergleichbar mit einer E-Mail, bei der SMTP-Server und Zwischenspeicher die Inhalte kurzfristig verarbeiten, ohne dass darin ein berufsrechtswidriges Offenbaren liegt. Die Verarbeitung erfolgt flüchtig, ohne dauerhafte Speicherung und ohne Nutzung für Trainingszwecke.

Der eingesetzte Cloud- und KI-Anbieter erfüllt die Voraussetzungen: ISO 27001/27018-Zertifizierung, AVV nach Art. 28 DSGVO mit Vertraulichkeitsverpflichtung, keine Einsichtnahme in Kundendaten durch menschliche Mitarbeitende sowie verschlüsselte Verarbeitung mit optionaler clientseitiger Verschlüsselung.

Muss der Mandant informiert werden? Eine Informationspflicht besteht, wenn Daten im Klartext verarbeitet werden und der Anbieter möglicherweise Einsicht nehmen kann, oder wenn KI eine Entscheidung wesentlicher Mandatsaspekte unterstützt oder vorbereitet (z. B. Schriftsatz-Entwürfe). Keine Informationspflicht besteht bei verschlüsselter Verarbeitung ohne Einsicht oder bei rein technischer Hilfstätigkeit wie Recherche, Formulierungshilfe oder Dokumentenklassifikation.

KI-Kompetenz für Jurist:innen

Franka  Becker

Geschrieben von

Franka Becker

CEO

Franka gründete PyleHound aus der Überzeugung, juristische Arbeit intelligenter und effizienter zu gestalten. Als frühere General Counsel eines internationalen Tech-Unternehmens und Beraterin globaler Konzerne vereint sie Recht und Technologie. Als CEO von PyleHound und Partnerin bei gunnercooke ist sie Expertin für IT-Recht, Datenschutz und KI und agiert erfolgreich an der Schnittstelle von Präzision, Technologie und Unternehmertum.

Weitere Beiträge

Wie Unternehmen Krisen, Compliance-Pflichten und interne Untersuchungen meistern

Wie Unternehmen Krisen, Compliance-Pflichten und interne Untersuchungen meistern

In kritischen Situationen und bei komplexen juristischen Fragen entscheiden oft die ersten Schritte über Erfolg oder gravierende Folgeschäden. Ich habe mich mit meinem Rechtsanwaltskollegen Axel Schmidt unterhalten und gefragt, wie dies heute praktisch aussieht.

Ein Compliance-System ist nur so viel wert, wie Sie im Ernstfall davon belegen können.

Ein Compliance-System ist nur so viel wert, wie Sie im Ernstfall davon belegen können.

Warum scheitern interne Untersuchungen nicht an der Aufklärung, sondern an der Dokumentation? Und was folgt daraus für Kanzleien und Rechtsabteilungen?

KI, Datensintflut und Chancengleichheit: Die Zukunft des Wirtschaftsstrafrechts

KI, Datensintflut und Chancengleichheit: Die Zukunft des Wirtschaftsstrafrechts

Die rasanten Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz und die Digitalisierung der Justiz verändern die Arbeit von Ermittlungsbehörden und Strafverteidigung grundlegend. Während Behörden aufrüsten, steht die Verteidigung vor der Herausforderung, Schritt zu halten.