Recruiting für Kanzleien: Warum Young Associates Legal Tech statt Obstkörbe wollen
Der Arbeitsmarkt für Jurist:innen wandelt sich fundamental. Es ist kein Geheimnis, dass der Kampf um die besten Köpfe – der „War for Talents“ – in der Rechtsbranche tobt. Doch während viele Kanzleien noch mit klassischen Benefits werben, hat sich der Fokus der Bewerber:innen längst verschoben. Junge Anwält:innen wollen nicht mehr mit verstaubten Tools arbeiten oder auf Sekretariate warten, die Texte transkribieren. Sie fordern eine moderne, digitale Infrastruktur.
Key Takeaways
- Zukunftssicherheit vor Tradition: Während Senior-Partner oft am Status quo festhalten, müssen sich junge Anwält:innen technologisch zukunftsfähig aufstellen.
- Technologie als Auswahlkriterium: Veraltete Prozesse (z. B. analoge Aktenrecherche) sind ein Ausschlusskriterium für High-Potentials.
- Effizienz schlägt Perks: Oberflächliche Benefits wie Obstkörbe oder Flipper-Tische kompensieren keine frustrierenden, manuellen Arbeitsabläufe.
- Wettbewerbsvorteil durch KI: Der Einsatz von Legal AI und Data Rooms ist essenziell, um Talente zu gewinnen, die schnell und am Mandanten lernen wollen.
Warum ist die technologische Ausstattung für junge Anwält:innen entscheidend?
Die technologische Ausstattung ist entscheidend, weil junge Jurist:innen noch Jahrzehnte der Berufstätigkeit vor sich haben und sich zukunftssicher aufstellen müssen.
Im Gegensatz zu Senior-Partnern, die sich auf ihren bestehenden Mandantenstamm und etabliertes Vertrauen stützen können, stehen Berufseinsteiger:innen am Anfang. Sie erkennen, dass ineffiziente, analoge Arbeitsweisen ihre Karriereentwicklung bremsen. Wenn eine Kanzleiinhaberin oder ein Kanzleiinhaber technologische Trends verschläft, signalisiert dies dem Nachwuchs, dass die Kanzlei nicht auf die Zukunft vorbereitet ist.
Folgende Aspekte wirken auf junge Talente heute absurd:
- Physische Recherche: Der Gang in den Keller, um Akten händisch zu durchsuchen, statt eine Online-Suchmaschine oder digitale Datenbank zu nutzen.
- Fehlende Kollaborationstools: Der Verzicht auf Data Rooms, obwohl Mandanten diese Zusammenarbeit erwarten.
- Ignoranz gegenüber KI: Das Verbot oder Fehlen von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Unterstützung bei Routineaufgaben.
Welchen Einfluss haben veraltete Prozesse auf die Mitarbeiterbindung?
Veraltete Prozesse führen zu einer niedrigen Mitarbeiterbindung, weil monotone Aufgaben, die durch Technologie gelöst werden könnten, zu Frustration führen und Talente zur Konkurrenz treiben.
Es herrscht ein Arbeitnehmermarkt. Die Anzahl der nachrückenden Arbeitskräfte in der Rechtsbranche ist geringer als der Bedarf, was Bewerber:innen eine große Auswahl ermöglicht. Top-Talente, die schnell lernen und direkt am Mandanten arbeiten wollen, haben keine Geduld für ineffiziente "Fleißarbeit". Wenn sie gezwungen sind, ihre Zeit mit manuellen Aktenrecherchen zu verbringen, anstatt moderne Legal Tech Tools einzusetzen, wechseln sie zu Kanzleien, die diese Möglichkeiten bieten.
Wie können Kanzleien ihre Attraktivität für High-Potentials steigern?
Kanzleien steigern ihre Attraktivität massiv, indem sie in moderne Prozessstrukturen investieren und Technologien wie KI proaktiv implementieren, statt auf oberflächliche Benefits zu setzen.
Das klassische „Start-up-Paket“ funktioniert in der anspruchsvollen Rechtsberatung nicht als Alleinstellungsmerkmal:
- Technologie vs. Obstkorb: Ein Flipper-Tisch oder kostenloses Obst (Dinge, die sich Anwält:innen auch selbst kaufen können) wiegen den täglichen Frust über ineffiziente Arbeitsweisen nicht auf.
- Enablement: Kanzleien müssen ihren Anwält:innen aktiv ermöglichen, Tools zu nutzen, die monotone Arbeit abnehmen.
- Modernes Image: Wer KI und digitale Workflows etabliert, signalisiert Innovationskraft und zieht Bewerber:innen an, die leistungsorientiert und effizient arbeiten wollen.
Fazit
Möchten Sie auch in Zukunft exzellente junge Anwält:innen für Ihre Kanzlei begeistern, führt kein Weg an der Modernisierung Ihrer IT-Infrastruktur vorbei. Es geht nicht um Spielereien, sondern um die Bereitstellung professioneller Werkzeuge für eine professionelle Arbeit. Bei PyleHound unterstützen wir Sie dabei, Ihre Prozesse durch intelligente Suchtechnologien und KI so aufzustellen, dass Ihre Kanzlei zum Magneten für die besten Talente von morgen wird.
Transkript des Videos:
Junge Anwälte und Anwältinnen wollen nicht mehr mit verstaubten Tools arbeiten. Sie wollen auch nicht mehr darauf angewiesen sein, dass ein Sekretariat ihre Texte transkribiert. Stattdessen möchten sie sehen, dass Anwaltskanzleien sich modern aufstellen. Vielleicht im Gegensatz zu einigen Senior-Partnern, die sagen: „Ich habe nur noch ein paar Jahre, ich habe meine Mandanten, ich habe meinen Stamm und mein Vertrauen schon aufgebaut“, haben diese jungen Anwälte noch viele Jahre oder Jahrzehnte Arbeit vor sich. Daher sagen sie natürlich: „Ich möchte und ich muss mich für die Zukunft aufstellen.“
Das ist ein Punkt, den Sie als Kanzleiinhaber oder Inhaberin nicht verschlafen dürfen. Wenn Sie sagen: „Ich biete das nicht an, ich bleibe in meinem alten Modus“, wirkt das abschreckend. Dass Leute noch in den Keller müssen, um Akten zu recherchieren, dass keine Online-Suchmaschinen genutzt werden oder keine Data Rooms zum Einsatz kommen, obwohl Kunden das anbieten – das klingt heute schon absurd. Genauso absurd ist es, wenn Sie sagen: „Wir nutzen keine KI.“ Wenn Sie es Ihren Anwälten, die diese Tools nutzen wollen, nicht ermöglichen, werden diese sagen: „Dann gehe ich woanders hin, wo ich diese monotone Arbeit nicht mehr machen muss.“
Die Situation verändert sich nun mal. Auch die Art und Weise, wie Arbeitskraft verfügbar ist, wandelt sich. Aufgrund der geringeren Anzahl an nachrückenden Arbeitskräften, die in den Markt strömen, ist mehr Auswahl für die Bewerber da. Gerade wenn ich an die guten Leute heranmöchte: Die Guten möchten schnell lernen, am Kunden lernen und sich nicht in irgendwelchen manuellen Aktenrecherchen vertiefen, nur weil „wir das schon immer so gemacht haben“.
Das möchte ich Ihnen mitgeben: Wenn Sie weiterhin Talente akquirieren wollen, tun Sie das sehr viel besser, indem Sie moderne Prozesse einführen. Indem Sie sagen: „Hey, vertestet KI, schaut euch KI an.“ Wir ermöglichen das auch, wir kaufen dementsprechend die Tools ein. Anstatt zu sagen: „Ich kenne mich mit der Technologie nicht aus, aber wir haben einen Flipper-Tisch oder es gibt ganz tolles Obst.“ Obst können sich die meisten Leute selber kaufen. Aber wenn man den ganzen Tag frustriert ist, weil man Akten manuell durchschauen muss, was eigentlich mit Technologie gehen würde – das ist das, was die Leute zur Konkurrenz drückt.
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt